Verbundene Konten in Office 365

In Microsofts Office 365 lassen sich mit der Funktion „Verbundene Konten“ E-Mails von anderen POP3/IMAP-Konten abrufen und im Namen dessen E-Mails versenden.

Die Einstellung für „Verbundene Konten“ findet man wie folgt:

  1. Anmeldung im Office 365 Portal
  2. Outlook Web App öffnen
  3. Oben rechts auf das Zahnrad klicken und Optionen auswählen
  4. Registerkarte „Verbundenen Konten“ auswählen

An dieser Stelle lassen sich jetzt verbundene Konten hinzufügen, bearbeiten und löschen.

Verbundene-Konten

Nun ist es jedoch nicht alles so einfach wie es auf den ersten Blick erscheint. Über die Weboberfläche lässt sich beispielsweise nicht einstellen, ob ein Konto per POP3 oder IMAP verbunden werden soll. Unterstützt der automatisch ermittelte Server das IMAP-Protokoll, so wird immer das genutzt. Manuelle Konfiguration ist über die Oberfläche nicht möglich.

Möchte man einstellen dass E-Mails nach dem Abruf vom Server gelöscht werden, so geht das jedoch nicht mit IMAP-Konten. Die Einstellung „Nachrichten auf Server belassen“ in den Kontoinformationen gibt es nur bei POP3-Konten.

Also was kann man tun. Die Antwort lautet Windows PowerShell.
Achtung! In der PowerShell kann man mit einem Befehl ziemlich viel Unheil anrichten. Wenn ihr nicht genau wisst was ihr tut bittet besser einen Admin oder meine Firma die 7ITEC GmbH im Hilfe. 🙂

POP3-Konto per PowerShell zu Office 365 hinzufügen

In Windows 7 und Windows 8 sollte bereits Windows PowerShell 2.0 installiert sein. Um nun loslegen zu können muss noch die Ausführung von Skripten aktiviert werden. Aus Sicherheitsgründen ist das standardmäßig nicht erlaubt.

Also PowerShell starten und mit folgendem Befehl die Ausführung von Skripten erlauben:
(Weitere Informationen: http://technet.microsoft.com/de-de/library/ee176961.aspx)

Set-ExecutionPolicy RemoteSigned

Kontrollieren lässt sich die Einstellung mit:

Get-ExecutionPolicy

Jetzt können wir uns bei Exchange Online wie folgt authentifizieren:
(Benutzer und Kennwort werden abgefragt)

$session = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri "https://ps.outlook.com/powershell/" -Credential $cred -Authentication Basic -AllowRedirection

Es werden ein Paar Warnungen angezeigt. Das ist normal. Und nun öffnen wir die Verbindung:

Import-PSSession $session

Mit dem Befehl „New-PopSubscription“ lässt sich jetzt ein verbundenes POP3-Konto hinzufügen. Es müssen beim Aufruf keine Parameter angegeben werden. Diese werden nacheinander abgefragt.

New-PopSubscription

Wurde das Konto hinzugefügt dann ist es auch in der Übersicht „Verbundene Konten“ (Siehe oben) enthalten und die Option „Nachrichten auf Server belassen“ wird in den Kontoinformationen angezeigt.

PowerShell-Verbindung

4 Gedanken zu „Verbundene Konten in Office 365“

  1. Vielen Dank für die Anleitung. Gilt das für die aktuellen Office365 Accounts auch noch? Auch für die Small Business?

    Viele Grüße

    Florian

    1. Hi Florian,

      die Informationen sollten noch gültig sein. Ich habe die Funktion jedoch aktuell nicht neu eingerichtet und auch nicht mit der Small Business getestet. Über ein Feedback würde ich mich freuen.

      Viele Grüße
      Clemens

  2. Man muss ja auch den SMTP Server angeben. Das legt den Schluss nahe, das die Mail von verbundenen Konten über den SMTP des verbundenen Kontos versendet werden (wozu sonst die Angabe des SMTP Servers?). Leider scheinen die Mails aber dennoch über die M$ Server gesendet zu werden, denn diese kommen beim Empfänger mit „im Auftrag“ an.

    Gibt es einen Weg über die Powershell, das wirklich der SMTP des verbundenen Kontos verwendet wird und/oder dadurch dieses lästige „im Auftrag von“ entfällt?

    1. Hallo Manfred,
      leider ist mir auch kein Weg bekannt mit dem man den Versand über SMTP und nicht „im Auftrag“ in Office 365 aktivieren kann. Bei Outlook.com hat man die Wahl.

      Viele Grüße
      Clemens

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